Der Bundesverband Estrich und Belag (BEB) hat gemeinsam mit dem Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung (IBF), sowie dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) das Arbeitsblatt 7.2 KH 1/2 „Industrieböden aus Reaktionsharz – Imprägnierungen und Versiegelungen“ grundlegend überarbeitet. Im Zuge der Aktualisierung durch den BEB-Arbeitskreis „Kunstharz“ wurden die bisherigen Arbeitsblätter 7.2 und 7.3 zusammengeführt, um dem Fachpublikum ein konsolidiertes Regelwerk an die Hand zu geben. Die Neuauflage mit Stand Juni 2026 spiegelt den aktuellen Erkenntnisstand für Regelkonstruktionen auf Beton- und Zementestrichen wider. Sie dient als praxisnaher Leitfaden für die Applikation von Reaktionsharzen (wie EP, PUR, MMA).
Inhaltlich liefert das zukunftsorientierte Arbeitsblatt eine präzise Differenzierung zwischen den Systemen: Während nicht-filmbildende Imprägnierungen primär die Oberflächenporosität minimieren, bieten filmbildende Versiegelungen bis zu einer maximalen Schichtdicke von 0,5 mm Schutz gegen leichte mechanische und chemische Beanspruchungen. Neben den materialspezifischen Eigenschaften widmet sich das Dokument ausführlich den Anforderungen an den Untergrund sowie den strengen bauklimatischen Vorgaben bei der zweikomponentigen Verarbeitung. Das aktualisierte Arbeitsblatt wird BEB-Mitgliedern im Rahmen eines Rundschreibens zur Verfügung gestellt. Interessierte, die keine Verbandsmitglieder sind, können das Merkblatt über den BEB-Webshop unter www.beb-online.de als Download erwerben.